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Walliser Bergbäche

Bedrohte Gewässerperlen

Das Wallis verfügt über rund 6000 km Bäche und Flüsse. Ein Paradies für Fliegenfischerinnen und Fliegenfischer könnte man meinen. Doch die Realität sieht anders aus.  Etwas mehr als die Hälfte der Walliser Fliessgewässer sind ganz oder teilweise verbaut und nur wenige sind nicht von den negativen Einflüssen der Wasserkraft betroffen. Die Folgen des Klimawandels, wie Gletscherschwund, häufigere und stärkere Unwetter und Trockenheit setzen den Walliser Fliessgewässern immer mehr zu.
Wer sich auskennt, findet aber noch weitgehend  naturbelassene Gewässserabschnitte. Gute Bestände an Bachforellen gibt es auf Strecken mit Brutboxen- und Jungfischbesatz an denen natürliche Köder verboten und tiefe Fangzahlen und hohe Schonmasse vorgegeben sind.

Meine liebsten Fliegenfischerstrecken

Zu meinen klaren Favoriten zum Fliegenfischen im Bergbach gehören, wie könnte anders sein, die Fliegenfischer- und Kunstköderstrecken. Dank guter Bewirtschaftung und sinnvollen Beschränkungen können sich Fliegenfischerinnen und Fliegenfischer hier von Anfang Juni bis Ende September über zahlreiche schöne Fänge freuen. Die Fischerei ist anstrengend, weil man viele der schönen Gumpen erklettern muss. Dafür wird man aber mit atemberaubender Natur, Abgeschiedenheit und Ruhe belohnt. Weil alle Muskeln und Sinne zum Einsatz kommen, spart man sich zudem den teuren Gang ins Fitnesscenter.

Abseits von Strassen und Wegen findet man auch an anderen Gewässern gute Fischbestände. Würden dort die gleichen Schonbestimmungen wie auf den Fliegenfischer- und Kunstköderstrecken gelten, würde ich sie hier gerne nennen. Meine Erfahrungen haben aber gezeigt, dass Gewässer bei denen diese Schonbestimmungen nicht gelten, innert kürzester Zeit leergefischt sind und sie sich, wenn überhaupt, nur nach mehreren Jahren wieder erholen.

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